Sonntag, 4. Juni 2017

Ein Prozess

Das alles hier ist ein Prozess, ich muss das immer in meinem Hinterkopf behalten. Ich muss mich daran erinnern, dass ich bei der Arbeit nicht schon alles wissen und können muss. Es ist ein Prozess, ich bin hier zum lernen. Es ist auch okay, dass ich momentan noch nicht wirklich aus mir herausgekommen bin. Es ist ein Prozess und wenn ich wieder zurück bin, bin ich über mich hinausgewachsen, habe mein Wissen erweitert und bin gestärkt. Ich muss mir das einfach immer im Hinterkopf behalten.

Dienstagabend habe ich in meinem Zimmer Yoga gemacht, das tat total gut. Danach habe ich Musik gehört, geschrieben und gelesen. Es war ein schön entspannter Abend. Ansonsten ist die Woche schnell vorbei gegangen. Donnerstag und Freitag hatte ich wirklich was zu tun bei der Arbeit, aber dennoch konnte ich nicht 'glücklich' in den Feierabend, ich weiss nicht warum...
Mittwoch durfte ich am Morgen bei einer Besprechung dabei sein mit einer externen Mitarbeitern. Ich freute mich sehr und fand es sehr spannend. Das Projekt steht ganz am Anfang und ich fand es spannend, zuzuhören wie sie vorgehen bei der Ideenfindung. Plötzlich fragte mich der Chef, was ich denn so für Ideen hätte. Ich war total überfordert. Ich bin leider nicht dieser Kreativmensch, der immer Blitzideen hat, das passiert bei mir im Prozess. Der Chef stand dann auf um Papier und Stifte zu holen und ging danach nicht mehr auf die Frage ein. Ich war erleichtert, wusste aber zur selben Zeit, dass er sich wünschen würde, dass ich mich mehr in die Besprechung involvieren würde. Aber ich konnte es nicht, so sehr ich es wollte, ich war überfordert. Ich war enttäuscht von mir. Meine Arbeitszeit ist eigentlich von 9Uhr - 18Uhr. Ich frage dann eigentlich immer so am 18:10 Uhr ob ich Feierabend machen darf. Ich komme mir dann blöd vor, weil die anderen immer noch länger bleiben. So fragte ich auch am Mittwoch und ich wollte wirklich gehen, denn ich hatte Migräne. Aber er sagte Nein, er müsse noch mit uns reden. So gab es noch eine Teamsitzung, um 18:15 Uhr. Ich konnte dann erst um 19 Uhr gehen und meine Augen kaum offen behalten, weil ich so Kopfschmerzen hatte. Die vielen Menschen und die lauten Geräusche waren mir zu viel in der U-Bahn.
Freitagabend ging ich noch ein bisschen spazieren um den Sonnenuntergang zu sehen. Ich hatte bisher noch keinen gesehen hier in Wien. Samstagmorgen war ich relativ früh schon wach, ging einkaufen und bereitete mir einen Pastasalat vor. Ich hatte nämlich vor den ganzen Tag an der Donau zu verbringen, bis die Sonne unter geht. Ich fand dann wirklich ein schönes Plätzchen, ging aber nicht baden, da mir mein Badekleid nicht mehr passt. Ich wechselte ab mit lesen und dösen. Irgendwann hatte ich dann ziemlich Lust auf einen Iced Coffee und so ging ich in die Stadt und holte mir einen. Danach suchte ich den Stadtpark auf und lag mich dort auf die Wiese. Das war noch lustig, es hatte viele verschiedene Menschen und ich genoss es sie zu beobachten. Plötzlich aber zogen schwere Wolken auf und dicke Regentropfen prasselten runter. So packte ich meine Sachen und ging auf die U-Bahn in Richtung Studentenheim.
Heute Sonntag wusste ich nicht wirklich was machen. Es war bewölkt und windig. Ich machte mich am Nachmittag auf den Weg zu meinem Lieblings Kaffee, dort waren aber alle Tische besetzt und so bestellte ich meinen Kaffee to go. Ich wusste nicht was nun machen. In ein Museum? War ich nicht in der Stimmung dazu. Ich überlegte mir, ob ich nun endlich in eine Yogastunde gehen sollte und schaute nach, wann die Anfangen würde und war natürlich schon zu spät dran, wenn ich noch in mein Zimmer gehen musste um Matte und Kleider zu holen. Ich lief dann noch ein bisschen in der Gegend rum aber als es dann wieder zu regnen begann, ging ich wieder in die U-Bahn und ins Studentenheim. Was für ein Sonntag...Zum Glück habe ich morgen auch noch frei. Obwohl ich noch nicht weiss, was ich machen soll.
Ich habe leider nicht so viele Fotos gemacht diese Woche. Dafür konnte ich meine entwickelten Fotos abholen!








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