Sonntag, 11. Juni 2017

Allein allein

Die Woche war eigentlich gut, sie verging schnell.
Montag hatte ich ein sehr grosses tief. Ich hatte frei, da ja Pfingstmontag war und so wusste ich nicht recht was machen. Ich verweilte dann ein bisschen im Botanischen Garten, wunderschön war es! Aber diese Natur erinnerte mich so stark an mein Zuhause. Die vielen Gemüse - und Kräuterbeeten liessen mich an meine Mutter denken, das hohe wilde Gras an mein Gotti und ihr schöner Garten. Diese ganze Natur erinnerte mich an die Schweiz und ihre Schönheit im Sommer.
Ich ging danach etwas Essen holen und legte mich in die Wiese des Praterparks, der gut zu erreichen ist von meinem Studentenheim. Ich las, aber ich konnte mich nicht konzentrieren. Ich hatte so starkes Heimweh, ich musste auf dem Weg zurück zum Heim weinen.

Ab Mittwoch wurde es dann wieder besser. Am Donnerstagabend lag ein Brief von meiner Mutter im Briefkasten. Ich freute mich so und ihre Worte bauten mich auf.
Es ist so toll, dass ich hier in Wien sein darf und es ist eine einmalige Gelegenheit zu wachsen. Die Stadt ist wundervoll, es gibt viele tolle Plätze und es ist alles so gelassen. Ich freu mich, dass ich hier bin. Aber es wäre alles so viel besser und einfacher wenn ich jemanden kennenlernen würde. Dann wäre ich nicht soviel allein und würde vielleicht mein Leben hier viel mehr geniessen statt immer nur ein Verlangen nach Zuhause zu haben. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich bald jemanden kennenlerne.

Samstag schlenderte ich in der Stadt herum und war dann lange im Museumsquartier. Las, trank Kaffee, ass einen Brownie und trank Limonade. Es war ein sehr angenehmer und erholsamer Tag und es störte mich an diesem Tage auch nicht, dass ich alleine war. Am Abend entschloss ich mich mal in die Stadt zu gehen, anstatt immer nur in meinem Zimmer Serien zu gucken. So ging ich um halb 10 in die Stadt, in der Hoffnung vielleicht jemanden kennenzulernen. Das Museumsquartier ist am Abend noch viel belebter als am Tag und es hatte viele junge coole Leute dort, aber alle in Gruppen. Und ich fand den Mumm nicht, mich einfach so alleine auf eine Bank zu setzten in Mitten dieser vielen Gruppen...

Heute Sonntag war ich wieder an der Donau, am selben Platz wie letzte Woche. Ich las, hörte Musik und sonnte mich. Nicht wirklich ein erlebnisreiches Wochenende.

Am Donnerstag kommt Sinan. Ich freue mich sehr!












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