Sonntag, 30. Juli 2017

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Diese Woche hatte ich wieder nicht viel zu tun im Büro. Donnerstagmorgen fragte mich der Chef, was ich denn gerade zu tun habe. Ich sagte, nichts. Er verschwand darauf hin in die Küche zu seinem Laptop und To Do Listen. Eine halbe Stunde später kommt er wieder, sagt, wir müssen im Moment auf neue Texte warten für dieses Projekt und jenes Projekt. Aber er muss jetzt zu einer Besprechung, der Mitarbeiter ist schon dort, ich bin jetzt zwei Stunden alleine, ich soll Musik hören und auf dem Tisch tanzen. Und so ging er, mit dem Wissen, dass seine Praktikantin nichts zu tun hat. Ich fragte mich, weshalb ich nicht mitkonnte an diese Besprechung. Ich hatte eigentlich die ganze Woche nicht wirklich gross Lust zur Arbeit zu gehen, da ich wusste, dass ich nichts zu tun habe. Und irgendwie spüre ich langsam, dass ich Ferien brauche, eine Auszeit, Luft holen, Kraft tanken. Nur noch 2 Wochen.

Manchmal frage ich mich, ob dies alles einfach wäre ohne Internet, ohne ständigen Kontakt, ohne Verbindung nach Hause. Ich bin nicht zuhause, aber irgendwie auch nicht hier. Ich häng irgendwo in der Luft.

Samstag ging ich ein bisschen shoppen, zuerst an einem Flohmarkt und dann in der Stadt. Ich kochte mir zu Abendessen und ging raus ans Filmfestival am Rathausplatz. Ich trank einen Aperol Spritz, sass alleine herum und beobachtete die Menschen. Ich warf den jungen Menschen interessierte Blicke zu, lächelte sie an. Aber sie schauten mich nur komisch an. Mit der Zeit fühlte ich mich nicht mehr wohl unter diesen vielen Menschen und so ging ich wieder. Heute Sonntag ging ich an die Donau baden.





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